


Dienstag, 24 Januar 2012
In einer gemeinsamen Pressekonferenz präsentierten Landesholding-Aufsichtsratsvorsitzender LHStv. Uwe Scheuch und Aufsichtskommissär Finanzlandesrat Harald Dobernig heute, Dienstag, ihre Vorstellungen zur Zukunft der Kärntner Landesholding. Für Scheuch gilt es, aus der aktuellen Situation möglichst viel positiven Schwung für die zukünftige Arbeit mitzunehmen. "Als derzeitiger Vorsitzender der Landesholding ist es meine Pflicht, nach dem Ausscheiden von LR Martinz für Kontinuität in der Bewältigung der anstehenden Aufgaben zu sorgen. Die ständigen Birnbacher-Diskussionen haben das in der Vergangenheit nicht gerade erleichtert. Jetzt gilt es, im Aufsichtsrat einen Konsens über eine neue Führung zu finden - und, ganz wichtig, über deren Ziele und Perspektiven. Die Arbeit für das Land und der Erfolg der Landesholding haben hier absoluten Vorrang. Dass das mit Krawallstoppeln aus der Wirtschaftskammer nicht gehen wird, ist für mich klar", so Scheuch.
In weiterer Folge werde der neue Vorsitzende die eingerissene Trägheit der letzten Zeit überwinden und eine Neustrukturierung und Optimierung der Strukturen angehen müssen, führt der derzeitige Vorsitzende der Landesholding weiter aus. "Es geht um mittelfristige Strategien für die Schwerpunktarbeit der Landesholding. Es geht um die Reduktion von Führungspositionen. Und es geht um die Bündelung von Verantwortung. Dazu wird es sicherlich notwendig sein, parteipolitische Quertreibereien abzustellen. Das wird man bei der künftigen Besetzung des Aufsichtsrates sicherlich berücksichtigen", erklärte Scheuch.
Dobernig betonte, dass es gewissen Vertretern im Aufsichtsrat immer nur um reine Oppositionspolitik gegangen ist. "Das ist keine Art und Weise, wie man ein Unternehmen wie die Landesholding führen kann. Die Holding hat sich um die wirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Belange des Landes zu kümmern und nicht um ständige Beschädigung und persönliche Diffamierungen. Parteipolitik in der Landesholding schadet dem Land", so Dobernig. Daher werde das Landesholdinggesetz dahingehend geändert, dass der Aufsichtsrat künftig nur von der Koalition beschickt wird.
Bedauerlich sei es, so Dobernig, dass der bisherige Landesholding-Aufsichtsratsvorsitzende verwaltet statt gestaltet hat. "Daher wird auch bei der Wahl des neuen Vorsitzenden entscheidend sein, dass wir uns verbindlich auf ein Arbeitspaket einigen. Wir müssen endlich weg vom Verwalten und hin zum Gestalten. Die Landesgesellschaften sind verantwortlich für den wirtschaftlichen Erfolg des Landes und die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen", so der Landesrat.
Daher müsse das Arbeitsprogramm stimmen, nur dann könne die Wahl eines neuen Vorsitzenden erfolgen. "Es ist das Gebot der Stunde, dass Reformen in der Landesholding erfolgen. Die Neustrukturierung der Gesellschaften unterhalb der Holding ist überfällig. Wir wollen ein Drei-Säulen-Modell mit den Säulen Standortmarketing, Beteiligungsmanagement und Förderungen", so Dobernig. Die Vorstände der Landesholding müssen in Zukunft auch operativ in diesen drei Säulen tätig sein, kündigte der Landesrat an.